Leistungsklassen im Vergleich

Notstromaggregat 20, 60, 80 oder 100 kVA mieten – welche Leistung passt?

Vier Leistungsklassen stehen zur Auswahl, und die Entscheidung dafür fällt meistens ganz am Anfang. Diese Seite erklärt, was hinter der Einheit kVA steckt, wofür die einzelnen Stufen typischerweise infrage kommen und wie Sie Ihren Bedarf grob abschätzen, bevor Sie anfragen.

Vier feste Stufen 20, 60, 80 und 100 kVA – genau diese Auswahl bietet auch das Anfrageformular.
Auslegung inklusive Die Einordnung Ihres Bedarfs übernehmen wir vor der Zusage gemeinsam mit Ihnen.
Reserve statt Kante Anlaufströme entscheiden häufiger über die Klasse als die Dauerlast.
Deutschlandweit Jede Klasse steht im gesamten Liefergebiet bereit, dieselbetrieben und auch für Heizöl geeignet.

Was kVA bedeutet – und warum nicht kW

kVA steht für Kilovoltampere und bezeichnet die Scheinleistung. Sie ergibt sich aus Spannung und Strom und ist die Größe, nach der ein Stromaggregat bemessen wird. Die Wirkleistung in Kilowatt beschreibt dagegen den Anteil, der tatsächlich in Arbeit umgesetzt wird: Licht, Bewegung, Wärme.

Der Unterschied entsteht durch Blindleistung. Induktive Verbraucher wie Motoren, Transformatoren oder Vorschaltgeräte bauen Magnetfelder auf und wieder ab. Der dafür nötige Strom fließt durch die Leitung und belastet das Aggregat, verrichtet aber keine nutzbare Arbeit. Deshalb liegt die verfügbare Wirkleistung immer unter dem kVA-Wert – um wie viel, hängt vom Leistungsfaktor der angeschlossenen Technik ab.

Für die Praxis heißt das: Wer die Kilowatt-Angaben seiner Geräte addiert und diese Summe direkt als kVA-Bedarf einsetzt, rechnet zu knapp. Umgekehrt ist es unnötig, blind zwei Klassen aufzuschlagen. Die Wahrheit liegt meist dazwischen, und genau dafür ist die kurze Abstimmung vor der Anmietung da.

20 kVA mieten: der Einstieg

Die kleinste Klasse passt zu abgegrenzten Aufgaben mit überschaubarer Verbraucherliste. Typisch sind ein einzelner Arbeitsbereich, ein kleiner Stand auf einer Veranstaltung, die Versorgung von Beleuchtung und Handwerkzeug auf einer kleinen Baustelle oder ein begrenzter Betriebsteil, der während einer Abschaltung weiterlaufen soll.

Vorsicht ist geboten, sobald ein einzelner größerer Motor im Spiel ist. Dessen Anlaufstrom kann die Klasse allein bereits ausreizen, selbst wenn die Dauerlast harmlos aussieht. In solchen Fällen ist die nächste Stufe oft die ruhigere Wahl.

60 kVA mieten: der Mittelbau

Sobald mehrere Verbraucher zusammenarbeiten, wird diese Klasse interessant. Sie deckt Vorhaben ab, bei denen Werkzeuge, Beleuchtung und einzelne größere Aggregate parallel laufen, und bringt genug Spielraum mit, um vereinzelte Anlaufspitzen aufzufangen.

In der Praxis ist 60 kVA häufig die Stufe, auf der Bauvorhaben mittlerer Größe, Veranstaltungen mit eigener Technik und temporäre Versorgungen in Betrieben landen. Wer zwischen 20 und 60 kVA schwankt, sollte prüfen, wie viele Verbraucher wirklich gleichzeitig arbeiten – diese Frage entscheidet die Sache meistens.

80 kVA mieten: hohe Gleichzeitigkeit

Diese Klasse kommt ins Spiel, wenn ein großer Teil der angeschlossenen Technik dauerhaft zusammen arbeitet. Das ist etwa der Fall, wenn Kühlung, Beleuchtung, Werkzeuge und weitere Anlagen gleichzeitig laufen müssen und ein Ausfall unangenehme Folgen hätte.

Auch dort, wo mehrere Motoren nicht koordiniert starten, ist der Abstand zur nächstkleineren Stufe sinnvoll investiert. Ein Aggregat, das an jeder Anlaufspitze an die Grenze geht, ist im Betrieb unruhig, selbst wenn die Dauerlast rechnerisch passt.

100 kVA mieten: die größte Klasse im Angebot

100 kVA markieren das obere Ende der angebotenen Spanne. Diese Stufe ist für umfangreiche temporäre Versorgungen gedacht: größere Bauabschnitte mit vielen parallel arbeitenden Gewerken, ausgedehnte Veranstaltungsflächen mit umfangreicher Infrastruktur oder Netzersatz für Betriebsteile mit hoher Grundlast.

Liegt Ihr Bedarf nach eigener Einschätzung darüber, sagen Sie es bei der Anfrage. Häufig lässt sich die tatsächlich benötigte Leistung nach genauerem Hinsehen niedriger ansetzen, weil eben nicht alles zur selben Zeit arbeitet. Wo das nicht zutrifft, ist es besser, das früh zu wissen, als es vor Ort festzustellen.

Bedarf abschätzen in vier Schritten

1

Verbraucher sammeln

Notieren Sie, was angeschlossen werden soll, und was davon üblicherweise gleichzeitig in Betrieb ist.

2

Anlaufströme markieren

Motoren, Pumpen, Kompressoren und Kälteanlagen ziehen beim Start ein Vielfaches ihrer Nennleistung.

3

Reserve einplanen

Je unangenehmer ein Stillstand wäre, desto großzügiger sollte der Abstand zur Belastungsgrenze sein.

4

Mit uns abgleichen

Wir ordnen Ihre Beschreibung einer der vier Klassen zu, bevor ein Angebot entsteht.

Häufige Fragen zu Leistung und kVA

Kann ich kVA einfach in kW umrechnen?
Nicht ohne den Leistungsfaktor der angeschlossenen Technik. Die Wirkleistung in Kilowatt liegt grundsätzlich unter dem kVA-Wert, weil induktive Verbraucher zusätzlich Blindleistung beanspruchen. Wie groß der Abstand ausfällt, unterscheidet sich je nach Anlage. Für die Auswahl reicht die Faustregel, dass man von der kVA-Zahl gedanklich etwas abzieht, statt sie mit Kilowatt gleichzusetzen.
Warum stehen genau diese vier Werte zur Wahl?
Die Staffelung lautet 20, 60, 80 sowie 100 kVA. Im Anfrageformular stehen genau diese vier Werte zur Wahl. In der Praxis vereinfacht die Beschränkung die Entscheidung, weil keine lange Typenliste verglichen werden muss. Zu klären bleibt allein, in welche der vier Stufen Ihr Bedarf fällt.
Was passiert, wenn das Aggregat zu klein gewählt ist?
Im ungünstigsten Fall schaltet es ab, sobald eine Anlaufspitze die Grenze überschreitet – meist genau dann, wenn es am wenigsten passt. Deshalb fragen wir vor der Zusage nach Motoren, Pumpen und Kompressoren. Eine Klasse mit etwas Abstand zur berechneten Last kostet weniger Aufwand als ein unterbrochener Einsatz.
Kann ein Aggregat mehrere Geräte gleichzeitig versorgen?
Ja, das ist der Normalfall. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Anschlüsse, sondern die Summe dessen, was zur selben Zeit arbeitet, zuzüglich der Spitzen beim Anlaufen. Wenn mehrere Motoren zeitgleich starten können, sollte das bei der Auslegung berücksichtigt werden, weil sich die Anlaufströme dann addieren.
Muss ich meinen Bedarf vor der Anfrage kennen?
Nein. Es reicht, wenn Sie beschreiben, was versorgt werden soll: eine Baustelle, eine Veranstaltungsfläche, ein Betriebsteil während einer Abschaltung. Den Rest erfragen wir im Gespräch und ordnen Ihren Bedarf anschließend einer der vier Stufen zu. Auf diesem Weg landet niemand bei einem Gerät, das auf gut Glück ausgewählt wurde.
Beeinflusst die Klasse den Mietbetrag?
Ja, sie ist einer der Faktoren, neben Mietdauer, Lieferentfernung, Ausstattung und Einsatzart. Wer vorsorglich zwei Stufen aufschlägt, mietet Leistung, die nie abgerufen wird. Wie die einzelnen Größen zusammenwirken, beschreibt die Seite Kosten und Preisfaktoren. Bei der Abstimmung prüfen wir mit, ob die gewählte Stufe überhaupt nötig ist.
Gilt die Auswahl für alle Einsatzorte?
Ja. Alle vier Klassen stehen für Einsätze im gesamten Liefergebiet zur Verfügung, EQX Rental liefert deutschlandweit. Welche Orte eigene Seiten haben, zeigt die Übersicht der Einsatzorte mit eigenen Seiten für Regionen wie Berlin, Leipzig und Magdeburg. Dort finden Sie in wenigen Sekunden die Seite, die zu Ihrem Ort gehört.
Gibt es die Aggregate auch zum Kauf?
Ein Kauf lässt sich auf Anfrage einrichten. Das gewünschte Gerät wird dafür eigens bestellt; die Lieferzeit liegt bei 8 bis 10 Wochen. Welche Leistungsklasse dabei die richtige ist, klären wir vorab genauso wie bei einer Anmietung: telefonisch über die Hotline oder schriftlich über das Anfrageformular.
Laufen die Geräte mit Diesel?
Ja, alle vier Leistungsklassen sind dieselbetrieben. Die Aggregate sind daneben für Heizöl geeignet, was an der Auslegung nach kVA nichts ändert, sondern nur die Versorgung betrifft. Unabhängig von der gewählten Klasse lässt sich ein Anschluss für externe Tanks vorsehen, wenn der Einsatz ohne Unterbrechung laufen soll.

Leistungsklasse gemeinsam festlegen

Beschreiben Sie Ihren Einsatz – wir sagen Ihnen, welche der vier Klassen dazu passt. Einen Überblick über das Unternehmen bietet die Startseite. Für zwei besonders häufige Einsatzarten gibt es eigene Seiten: Baustrom für Bauvorhaben und Strom für Veranstaltungen.

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